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/938, 306 (Dep. 1938.2.) forts. (S. 2) auslebt und zugleich der Vorstellung bladigt, durc die Identifizierung mit dem Dämon seiner herr zu werden und ihn sick selber dienstbar zu machen. Nach dem Wese...
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/938, 306 (Dep. 1938.2.) forts. (S. 2) auslebt und zugleich der Vorstellung bladigt, durc die Identifizierung mit dem Dämon seiner herr zu werden und ihn sick selber dienstbar zu machen. Nach dem Wesen dieser Gesichtsmasken gefragt, möc te ich sagen, dass der unversöhnliche, heischende, gierige, Kösartige Ausdruck, der bei vielen diese Masken wiederkehrt, am besten zu jener Vorstellun der SUhne, - und Beuteheischenden Totengeister de wilden Jagd und des w(itenden Heeres passt. Anderen -rtes, besonders im Salzburgischen begegnen wir ähnlichen Maskentypen. Is sind die der "Schiachen Perchten", doch mit dem Unterschie dass in Graublinden let2en:endes nicht die gehörnte Teufelsmaske, auch nicht die Tiermaske oder die "aske mit tierhafteä Ausdruck vorherrschend sind, sondern solche "asken, die wenn auch bis zum äussersten entstellt - sicli menschlicher Gesichts ziige bedienen. Unter diesen fallen besonders die weiblichen Masken ins Gewicht,-die in :len Gebiete des Verchtenlaufens fast völlig fehlen, obwohl gerade hier, die Vorstellung'der-Frau Perchta wei verbreitet war. Umsomehr eindringlicher mUssen wir auf die Rolle, die die weibliche Maske in Gra bUnden spielt, hinweisen. Ihr Typus ist kein ein- heitlicher, sondern schwankt zwischen der Darstel lung eines elbischen Wesens und der eines alten Weibes. Nie zeigendiese Masken ein jugendliches, versöhnliches oder gar schönes Gesicht, sondern iinmer nur die ZUge alter, hässlicher, weiblicher Wesen. Die einen erscheinen in der Rolle von Ile- xen oder von Violen, hösen' weiblichen Dämonen, die ihre höllischen Menen spielen lassen undmit lautem Gebahren oder mörderischen Gier -die Men- schen erschrecken. Die anderen gleichen mehr al- ten Jungfern, in deren verdorrten ZUgen kein Le- ben mehr keimt. Mit den Kennzeichen des Alters und der Verwahrlosung ist nicht gespart: Trief- augen und Tränensäcke, eingefallene Kiefer, zer- fressene Zähne - das sind die Stigmata des Ver- gänglichen, des Unfruchtbaren und Grausigen. Und nicht genug darrit; Bosheit und habgier, Missgunst und Klatschsucht, List oder dumpfe Blödheit sind ihnen ins Gesicht geschrieben. Suchen wir nach verwandten.Gestalten, so fällt uns vorerst die Ähnlichkeit mit der im Volksglau- ken der Ustalpen so lebendigen Gestalt der Frau ercht oder' Percht auf, die auch im Imster Sche- menlaufen in Erscheinung tritt. Sie wird einmal [ocr]
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